Gepostet: 16.03.2021

Sielaff Immobilien

Eine Besonderheit des deutschen Erbrechts: der Pflichtteil

Das Erbrecht unterscheidet sich von Land zu Land. Nicht in allen Staaten dieser Welt gibt es die Pflichtteilsregelung. Sie setzt fest, dass beispielsweise der Ehepartner und die direkten Abkömmlinge - eigene und adoptierte Kinder, Enkelkinder, Urenkel – pflichtteilsberechtigt sind. Sie erhalten vom Erbe daher auch einen Teil, sollten sie im Testament explizit enterbt worden sein. Gleiches kann für die Eltern zählen, sofern es keine direkten Abkömmlinge des Erblassers gibt.

ACHTUNG BEI PATCHWORKFAMILIEN

Das Erbrecht macht einen Unterschied zwischen einer sozialen Familie und der rechtlichen Familie. Das kann unangenehme Überraschungen bergen, wenn nicht Vorsorge nach den eigenen Wünschen getroffen wird. Ein Beispiel: Familie Müller besteht aus Mutter und Vater sowie drei Kindern. Ein Kind stammt aus der ersten Ehe von der Mutter und das zweite aus der ersten Ehe von dem Vater. Das dritte Kind stammt von dem Ehepaar. Sollte jetzt der Vater bei einem Autounfall ums Leben kommen und kein Testament haben, erben seine Ehefrau und das mit ihr gemeinsame Kind sowie sein Kind aus erster Ehe. Das Kind aus der ersten Ehe der Ehefrau erbt nicht, sofern es der Vater nicht vorher adoptiert hat. Stiefkindern sind damit im Falle einer Erbschaft den eigenen Kindern nicht gleichgestellt. Hätte der Vater noch uneheliche Kinder, wären diese jedoch gleichgestellt. Gerade bei Patchworkfamilien kann es daher ratsam sein, ein Testame...
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